Wellenreiter der Worte

In der Tiefe der Nacht…
liegt ein verborgenes Licht…
Was wie Dunkel erscheint,
trägt die Form der Acht in sich…
Ein Atem… ein Kreis…
unendlicher Gleis …

Was hat die Nacht mir still gezeigt?
Ein Raum, der sich verzweigt
Wenn alles schweigt und dunkel scheint,
spürst du, was sich im Innern eint.

Die Nacht verbirgt, was in dir wacht,
im stillen Kreis – die leise Acht.

Und du fragst dich, wohin es geht…
wenn alles still in dir entsteht…
Noah, unser Wellenreiter,
trägt uns sanft ins Innere weiter.
Durch die Tiefe, in das Sein,
führt die Quelle dich hinein.

Noah, unser Sprachbereiter,
macht das Unsichtbare weiter…
was im Ursprung in dir ruht,
wird im Klang lebendig gut.

Durch Fluten, die das Alte tragen,
musst du nicht mehr länger fragen.
Denn in dir liegt schon bereit,
die Arche aus Raum und Zeit.

Zwei und zwei im Gleichgewicht,
alles lebt im selben Licht.
Und du hörst das gesprochene Wort…
Welches getragen über das Wasser hinfort.

Ein Wort, das leise in dir klingt,
von Herz zu Herz hinüber schwingt.
Im ausgesprochen Klang-Raum,
trägt es dich weiter – wie ein Traum.

Wellenreiter in der Nacht,
die Stille offenbart die Acht,
und das Wort hat sich entfach.

ELJANEUP, 27.4.2026